Blumenthaler Wappen

Unser Archiv befindet sich in der Scheune der Burg Blomendal. Irgendetwas findet sich im Archiv des Heimatvereins immer. Kopien von mittelalterlichen Verträgen fehlen ebenso wenig wie amtliche Berichte und Zeitungsausschnitte. Wer sich besonders für den Wandel des Ortsbildes interessiert, kann auf immerhin 10 000 Dias, Fotos und auf das Bucharchiv zurückgreifen.

Eine Original Schuhmacherwerkstatt aus dem Jahre 1948 befindet sich im Raum 1. Sie wurde vom Schuhmachermeister Johann Seebeck in der Jollenstrasse betrieben. Nach seinem Tod wurde sie dem Heimatverein übergeben.

Eduard Dallmann am 11. März 1830 in Blumenthal geboren. Im Alter von 15 Jahren fuhr er bereits als Schiffsjunge zur See und drei Jahre später als Vollmatrose auf Walfang- und Frachtschiffen u. a. auf dem Walfangschiff "Otaheiti" unter Führung seines späteren Schwagers, Kapitän Wieting. Er besuchte die Steuermannsschule in Bremen, wird Kapitän und bricht als solcher im Jahre 1860 zum ersten Mal zu Walfangreisen in den Pazifik auf. (Eduard Dallmann, 1830 - 1896, Walfänger, Kapitän, Polarforscher und Kartograph)

Weitere Exponate machen den Wandel vom Schiffer- zum Industrieort anschaulich. An der Wand sind Walfangwerkzeuge, Seefahrtgegenstände, Wollkörbe und Wollwaagen der Bremer Woll-Kämmerei, Werftgeschichten an der Unterweser sowie Steingutgeschirr der Witteborg aus Farge zu sehen.

Die Burg Blomendal war ursprünglich eine Wasserburg, weil die Burganlage im Zusammenfluß von Aue und Becke im Jahre 1354, von den Rittern von Oumünde und der Familien Stedinge, errichtet wurde. Die Wasserburg war durch einen Wehrturm und Befestigungsanlagen gesichert, eine Zugbrücke überspannte den Burggraben. Nach der Erbauung gehörte Burg Blomendal den Herren von Oumünde, Diderich von Reken und Johann von Hude. 1412 kamen noch Cord Steding und die Herren von Schönebeck dazu. Letzter Eigentümer vor dem Verkauf an Bremen waren die Ritter Johann und Otto von der Borch. Diese verkauften 1436 nach langen Streitigkeiten die Burg Blomendal mit allen Gerechtsamen an den Bremer Rat für 1400 rheinische Gulden.

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